Kalgepresste Säfte – Wundermittel oder Marketingschwindel?

Kalgepresste Säfte – Wundermittel oder Marketingschwindel?

Es ist DAS Thema unserer Neuzeit. Auf Instagram, Youtube und diversen Beauty-Blogs häufen sich die Anhänger von Detox-Kuren und Juice Cleanses. Ich habe mich gefragt: Ist das alles nur ein „Hype“, sowie Unicorns und überschwappende Smoothie-bowls, der bald wieder vorüber geht? Oder handelt es sich tatsächlich um einen Trend mit Zukunftspotential?

Doch immer bloß über jene zu urteilen, die täglich ihre grünen “Super-Säfte” posten und sich wohl möglich in Wirklichkeit von Hungergefühlen und schlechter Laune plagen lassen, ist einfach. Doch sich selbst einmal darauf einzulassen ist etwas ganz anderes. Also habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen täglich einen kaltgepressten Saft zu trinken (über meine normale Ernährung hinaus), um meine eigenen Erfahrungen zu machen. Was taugt ein kaltgepresster Saft am Tag?

Nach längerer Recherche nach verschiedenen Saftanbietern, habe ich mich dazu entschlossen die Säfte von Frank Juice auszuprobieren. Ich habe mir insgesamt 18 Säfte (8 Grüne und 8 Rote sowie den Gelben und Blauen zum probieren) bestellt, um ein bisschen Abwechslung zu haben. Hier folgt mein ehrliches, unabhängiges Feedback zu meinen Erfahrungen und Gefühlen während der vergangenen 2 Wochen. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass ich diesen Beitrag NICHT im Auftrag des Unternehmens schreibe, oder von diesen finanziell unterstützt wurde. Der Grund liegt wohl eher an der Tatsache, dass ich die Säfte von Frank Juice bereits mehrfach im Netzt gesehen habe und mir das Unternehmen irgendwie von Anfang an sympathisch war. Aber das – wie gesagt – sei nur am Rande erwähnt. Kommen wir nun also zu meiner Erfahrung.


A Juice a day, keeps the doctor away – Meine persönliche Erfahrung

 

Es gibt natürlich auch kritische Stimmen, die zu dem ganzen Saftladen sagen: Fasten ist eine Strapaze für den Körper – bringt ihn in einen unnatürliche Hungermodus und greift ihn an. Auch ich bin eher dafür sich lieber konstant und dauerhaft gut zu ernähren und stattdessen lieber EINEN gesunden Saft am Tag – wenn überhaupt – über seine vollwertige Ernährung hinaus zu konsumieren. Der Nachteil bei der Fertig-Lieferung ist mit Sicherheit der Berg an Plastikmüll, der sich in meiner Küche nach 2 Wochen türmte.

An dieser Stelle möchte ich daher ausdrücklich hinweisen, dass ich KEINE Saftkur gemacht habe. Ich persönlich fühle mich nämlich mit meiner vollwertigen veganen Ernährung bereits optimal versorgt und habe auch gesundheitlich weder irgendwelche Beschwerden noch nachgewiesene (Nährstoff)mängel. Stattdessen, habe ich mich weiterhin unverändert ernährt – mit dem kleinen Unterschied täglich einen 500 ml Saft (rot oder grün) zusätzlich zu konsumieren.

 

Der Grund

 

Häufig ist ein großer Kokos-Hafer-Cappuccino das erste was ich am Morgen zu mir nehme um überhaupt in den Tag starten zu können. Das Problem: Kaffee enthält Tannine. Diese Gerbstoffe verhindern auf der einen Seite, dass sich bakterieller Zahnbelag bildet, und beugen somit Karies vor. Des weiteren haben viele Studien präventive Eigenschaften des Kaffeekonsums auf Krankheiten wie Krebs, Gallensteine, Magengeschwüre und Asthma gezeigt. Auf der anderen Seite, hemmen Tannine die Aufnahme von essentiellen Nährstoffen aus der Nahrung wie Eisen und Zink, welche sich z.B. in großen mengen in meinem täglichem Frühstück (Haferflocken oder Smoothiebowls) befinden. Um meine Laune am Morgen dennoch aufrecht zu halten, habe ich für 14 Tage daher einen kaltgepressten Saft getrunken. Bevor ich zu meinem Fazit komme, lasst uns zunächst einmal einen Blick auf die Vorteile von kaltgepressten Säften werfen.


Was bringt ein Saft am Tag? – Ein Selbstexperiment

 

Hier sind einige Versprechen, mit denen viele Anbieter werben:

 

    • Dein Säure-Basen-Haushalt reguliert sich, da du hohe Mengen Obst und Gemüse zu dir nimmst – ohne dich dabei unnötig voll zu stopfen.
    • Dein Körper beginnt überschüssige Stoffwechselreste auszuscheiden sodass
      Leber und Darm geschont werden.
    • Entzündungsparameter und Blutfettwerte verbessern sich; dein Immunsystem wird gestärkt.
    • Chronische Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck werden vorgebeugt und dein Krebs- und Infarktrisiko gesenkt.
    • Neu gewonnene Energie zeigt sich auch in deinem Äußeren – Dein Hautbild verbessert sich und deine Haare erhalten einen strahlenden Glanz.
    • Der Säure-Basen Haushalt wird ausgeglichen.
    • Du fühlst dich leichter, fitter und neu motiviert.

 

Man siehe also, dass die Wirkungen jenen von Kaffee tatsächlich sehr nahe liegen – nur eben ohne Koffein und Tanninen. Aber nun zu meiner persönlichen Erfahrung.


Wann sollte ein frischer Saft getrunken werden?

 

Macht es tatsächlich einen Unterschied, WANN ein frischer Saft getrunken wird? Ist es von Vorteil frischen Saft, vor, während oder nach dem Essen zu trinken?

Ich habe auch immer geglaubt, dass es egal ist wann ein Saft getrunken wird, da der Körper so oder so alle guten Vitamine und Nährstoffe erhält. Genauso wie lauter Irrtümer über die Energieaufnahme über den Tag verteilt im Netzt kursieren, dachte ich bislang, dass es vollkommen egal ist, ob ich meinen Saft am Morgen, Abend oder zwischendurch trinke. Doch Fakt ist: Idealerweise soll der Saft auf leeren Magen getrunken werden. Das heißt: Am besten direkt am Morgen nach dem Aufstehen. Sollte man mehrmals täglich frischen Saft trinken, ist es sinnvoll dies jeweils 20 Minuten vor dem Essen oder 2 Stunden nach dem Essen zu machen.

 

WARUM?

 

Der Grund dafür ist folgender: Wenn der Magen leer ist, ist die Vitamin und Nährstoffaufnahme im Körper am besten. Der Saft kann somit direkt über den Magen in den Darm fließen und wird dort sodann innerhalb von 15 Minuten verarbeitet. So können alle wertvollen Nährstoffe optimal resorbiert werden.

Trinkst du deinen Saft hingegen zu deinem Frühstück oder zum Mittagessen, kann der Saft nicht direkt in den Darm befördert werden. Das heißt er bleibt mit dem anderen Essen im Magen und beginnt dort zu gären. Währenddessen entsteht Ethanol und das führt oft zu Darmgasen. Daher meinen auch viele sie würden frische Säfte nicht so gut vertragen, da sie zu einem Blähbauch führen. Wie gesagt, sollte dies bei einem separaten Verzehr von Saft und Mahlzeit nicht der Fall sein.


Wie schmecken die Säfte?

 

Spätestens jetzt fragt ihr euch bestimmt, wie denn nun die Säfte schmecken. Daher kommt hier nun meine kurze Zusammenfassung. Vorab lässt sich sagen, dass beide Säfte sehr frisch und wirklich wie soeben gepresst schmecken. Um euch einen besseren Überblick über die einzelnen Geschmäcker zu geben, habe ich die Säfte einmal einzeln analysiert. Das folgende Fazit beruht auf meiner persönlichen Meinung. Denkt daran, dass Geschmäcker sich stark unterscheiden können.

Um ehrlich zu sein war ich echt positiv überrascht von den Säften. Das junge Unternehmen aus München war mir bereits von Instagram bekannt. Seitdem es die Säfte seit Kurzem auch hier in Hamburg bei REWE zu kaufen gibt, wollte ich sie unbedingt selbst einmal ausprobieren. Auf der Grundlage der Inhaltsstoffe, habe ich mich kurzerhand für den “Roten” und den “Grünen” Saft entschieden.

 

Der Grüne: Apfel, Gurke, Spinat, Sellerie, Petersilie, Ingwer, Grünkohl, Zitrone
    • ein erfrischender Start in den Tag
    • ein grünes Kraftpaket
    • süß-säuerlich
    • trifft wirklich meinen Geschmack
    • mit Abstand der beste grüne Saft, den ich bis dahin getrunken habe (und ich hatte bereits so einige)
    • besonders hervorstechend sind: Apfel, Gurke und Zitrone
    • der Ingwer könnte sogar noch stärker zum Vorschein kommen (da ich ein absoluter Ingwer-Fanatiker bin)

 

Der Rote: Rote Beete, Karotte, Apfel, Zitrone, Ingwer
    • beat the beet
    • für alle Rote Beete Liebhaber ein Hochgenuss (für alle anderen leider nicht)
    • für mich war es ein wahrer Genuss, da ich schon immer ein Fan von Rote Beete und ABC Säften war
    • er ist durch den hohen Apfelsaft-anteil auch echt süß, sodass man keinen bitteren Beigeschmack der roten Beete hat
    • leider hat mir erneut der gewisse (Ingwer bzw. Zitronen) “Kick” gefehlt

 

Auch der gelbe (sehr süße und herrlich nach Sommer schmeckende) und der blaue (frisch nach Kokoswasser und Zitrone schmeckende) Saft haben mich positiv überrascht und werden beim nächsten mal ganz sicher mitbestellt!


 

Würde ich es weiterhin machen?

 

Die kurze Antwort: Ja! Aber..

 

Mir hat es wirklich geschmeckt, gut getan und auch Spaß gemacht etwas komplett Neues zu testen (Nachteil: man hat wie gesagt unheimlich viel Plastik Müll, was ich eigentlich versuche zu vermeiden). Ein großer Pluspunkt ist, dass sich mein Hautbild innerhalb der 2 Wochen deutlich verbessert hat (ich neige zu trockener, rauer Haut). Auch mein sonst sehr ausgeprägtes, tägliches Gelüst nach Kaffee ließ am zweiten Tag etwas nach. Dennoch werde ich nicht für immer auf meinen täglichen Cappuccino mit Kokosnussmilch verzichten, sondern statt dessen versuchen mehr (grüne) Säfte in meinen Alltag zu integrieren. Dabei ist und bleibt meine erste Devise: Egal um welchen Saft es sich handelt, Hauptsache es schmeckt und tut meinem Körper gut. 🙂

Alle Informationen zu Paketen, Preisen, Lieferung, Geschmacksrichtungen, Inhaltsstoffen uvm. Findet ihr übrigens hier.

 

Also: Drink, Pray, Love. Nehm dir Zeit für dich und tue deinem Körper etwas Gutes!

 

 

Gesunde Grüße,

 

deine Nila

 

 

Desclaimer: Ich wurde weder von Frank Juice, finanziell unterstützt, noch dazu aufgefordert meine Meinung zu teilen. Alle Angaben beruhen auf meiner eigenen Einschätzung und ehrlichen Rezension.



1 thought on “Kalgepresste Säfte – Wundermittel oder Marketingschwindel?”

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