Food is Medicine – Unglaubliche Veränderungen durch pflanzliche Ernährung

Food is Medicine – Unglaubliche Veränderungen durch pflanzliche Ernährung

“Let food be thy medicine and medicine be thy food.”

Hippocrates

 

Fast jedem von uns sollte das alte Sprichwort irgendwo schon einmal begegnet sein. Heutzutage werden wir mit Informationen über “gesunde Ernährung” förmlich bombardiert. Dennoch leidet die Bevölkerung unter einer höheren Rate an Fettleibigkeit und chronischen Erkrankungen als je zuvor. In einem Jahr wird uns gepredigt, dass wir Fett vermeiden sollen und uns nun alle “High-Carb-Low-Fat” ernähren sollen. Doch bereits im nächsten Jahr sind es plötzlich die “bösen Kohlenhydrate”, die wir aus unserer Ernährung gänzlich streichen sollen. In Wahrheit brauchen wir in vielerlei Hinsicht gar keinen Rat, denn eigentlich wissen wir bereits, was wir tun sollten um gesund zu bleiben: eine bunte Vielzahl von (pflanzlichen) Lebensmitteln, insbesondere Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte sowie Obst und Gemüse essen. Außerdem sollten wir Süßigkeiten, Softdrinks und andere leere Kalorien minimieren; und dabei nicht vergessen ausreichend zu trinken – und uns ausreichend zu bewegen.

Warum haben wir dann überhaupt all die komplizierten Gesundheitshinweise, widersprüchliche Ernährungs-Studien und endlose hoch angepriesene Schlankmacher-Diäten, für die wir tief in die Tasche greifen?

Zum Einen – wer hätte es gedacht – weil sie den Lebensmittelkonzernen eine Möglichkeit geben, mehr Produkte zu verkaufen. Darüber hinaus trägt die Medienberichterstattung, welche die neuesten Studien veröffentlicht, zusätzlich zur Verwirrung bei. Wir sind das “gefundene Fressen” für die geldgierige Massenwirtschaft. Was viele jedoch nicht wissen: In den meisten Fällen schaffen es nur jene Ergebnisse
in die Schlagzeilen, die eine statistische Signifikanz aufweisen.


Exkurs: Statistische Signifikanz

Von Statistischer Signifikanz wird in wissenschaftlichen Publikationen von Studienergebnissen gesprochen, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Testergebnis durch Zufall zustande gekommen ist, nicht über einer durch das Signifikanzniveau vorgegebenen Wahrscheinlichkeit liegt. Entgegen einer häufigen Vorstellung, beschreibt das Signifikanzniveau damit nicht die Wahrscheinlichkeit, dass das Studienergebnis korrekt ist. Unkritisches und übertriebenes Vertrauen in die Statistische Signifikanz kann zu möglichen Fehlerquellen wie  dem Publication Bias führen. Darunter versteht man die systematische Verzerrung aufgrund selektiver Veröffentlichung. 


So schaffen es jedes Jahr neue Diätkonzepte auf die Titelblätter der Modemagazine. Doch während wir uns zunehmend auf die Identifizierung “feindlicher Lebensmittel” konzentrierten, vergessen wir leider gleichzeitig darüber zu diskutieren, welche Lebensmittel wir essen sollten. Wie die Ernährungsforschung zu zeigen beginnt, kann das, was wir täglich essen, unsere Gesundheit stärker begünstigen als die Aufnahme von vermeintlich “schlechten” Lebensmitteln verschlechtern kann.

Ich bin generell gegen das “Labeln” bestimmter Diäten und lege viel mehr Wert auf den individuellen Genuss und die Bekömmlichkeit all der wundervollen vollwertigen (und unverarbeiteten!) Lebensmittel. Daher habe ich auch kein schlechtes Gewissen, wenn es am Nachmittag nach einer großen bunten Buddha-Bowl mal ein Stück (veganen) Kuchen gibt 🙂

Im heutigen Beitrag möchte ich euch meine persönlichen Veränderungen berichten, die sich gezeigt haben seitdem ich mich seit einigen Jahren vollwertig pflanzlich ernähre.


Veganismus: Wie Hippiebewegung zum Mainstream wurde

 

Vor nicht allzu langer Zeit hätte es wahrscheinlich nichts anderes als eine einseitig feindliche Reaktion ausgelöst, den Leuten zu sagen, dass ich mich vegan ernähre. Vor genau 5 Jahren war das bei mir auf jeden Fall Gang und gebe.

Damals wurde der Veganismus als “Hippie-Bewegung” deklariert, aber heute ist der Lebensstil weit mehr als nur Mainstream. Dieser Wandel hat nicht nur dazu geführt, dass einem heutzutage in fast jedem Restaurant mindestens eine vegane Option angeboten wird. Durch den wachsenden Lebensstil haben auch eine ganze Reihe neuer Produkte den Markt erobert, die es immer einfacher machen sich ausgewogen rein pflanzlich zu ernähren – ohne dabei auf irgendetwas zu verzichten. Ganze Supermarkt-regale machen für tier-freie Produkte Platz und selbst die Fleischindustrie fängt nach und nach an, fleischlose Alternativen auf den Markt zu bringen. Auch in Deutschland findet der berüchtigte “Beyond-Meat Burger” langsam Einzug in die Restaurants. Alleine in Hamburg gibt es bereits 4 Restaurants, die diese fleischlose Variante auf der Speisekarte führen.

 

Die pflanzliche Ernährung wird immer beliebter

 

Jetzt, da eine rein pflanzliche Ernährung beliebter ist als je zuvor, werden wir Veganer plötzlich mit Respekt anstelle von Mitleid empfangen. Nicht selten wird uns nach unserem “Geheimrezept” für unsere fantastische Gesundheit, unseren strahlenden Teint sowie glänzenden Haare gefragt. Seitdem ich selbst nun seit über 5 Jahren vegan lebe, kann ich schon sehen warum. 🙂

Zunehmend wächst in der Allgemeinbevölkerung das Bewusstsein, dass die Einnahme einer primär pflanzlichen Ernährung für die Gesundheit entscheidend ist. Studien zeigen, dass der Austausch von tierischen Proteinen gegen pflanzliche Proteine dazu beitragen kann, die Langlebigkeit zu verbessern und die Chancen auf Lifestyle-Krankheiten zu verringern. Ganz zu schweigen davon, dass die Senkung der Aufnahme von Produkten aus tierischen Quellen auch ein großartiger Weg ist, um deinen persönlichen CO2-Fußabdruck zu verbessern und damit einen Beitrag zur Umwelt zu leisten. (Man achte hierbei auf möglichst regionale und saisonale Produkte.)

Nun fragt ihr euch bestimmt was sich bei mir in den vergangenen Jahren verändert hat. Also werde ich euch 10 meiner größten Veränderungen berichten – auch wenn es sicherlich noch viele mehr gibt.

 

Über den Tellerrand hinaus

 

Vorweg sei gesagt: Die Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung hat mich nicht über Nacht zu einem von Yoga besessenem, barfuß laufenden, superfood Einhorn gemacht. Auch wenn dies auf Instagram, YouTube und co. noch immer von vielen dort repräsentanten Veganern suggeriert wird. Während meiner bisherigen kulinarischen und spirituellen Reise habe ich außerdem gelernt, dass es auch hier – wie bei jeder Ernährung – wichtig ist, bestimmte essentielle Nährstoffe im Auge zu behalten, um schädliche Mängel und Nebenwirkungen zu vermeiden. Auf welche du besonders Acht geben solltest, erfährst du übrigens hier.

Darüber hinaus ist mir wichtig an dieser Stelle zu erwähnen, dass es nicht nur darum geht, WAS wir essen, sondern auch darum, WIE WIR uns fühlen, wenn wir unseren Körper nähren. Ich persönlich bedanke mich z.B. vor jeder Mahlzeit dafür einen vollen, bunten Teller vor mir zu haben, der aus den kostbaren Quellen unserer Mutter-Natur kommt und für den kein anderes Lebewesen leiden musste. Ernährung ist so viel mehr als die bloße Aufnahme von Makro- und Mikronährstoffen. Sie soll genussvoll sein und Spaß machen. Dabei darf man ruhig auch einmal über den eigenen Tellerrand hinaus schauen.

Hier sind die 10 Veränderungen, die ich an meinem eigenen Körper bemerkt habe, seitdem ich vor 5 Jahren auf eine vollwertig vegane Ernährung umgestiegen bin.


1. KEIN einziges mal Krank seit 5 Jahren (reiner Zufall?)

Nein, das ist kein Hum-buk, sonder tatsächlich wahr. Seitdem ich mich vegan ernähre, mich aus einer Unter- und Mangelernährung gekämpft und zu Kräften gekommen bin, hat mich nicht eine kleine Erkältung ans Bett gefesselt. Da ich gelernt habe Gesundheit als ganzheitliches Konstrukt zu betrachten, so glaube ich dass ganz viele Faktoren – unter anderem meine gesunde Ernährung – einen Beitrag dazu geleistet haben. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass mine Ernährung einen großen Beitrag zur Aufrechterhaltung meiner Gesundheit beiträgt. So lernen wir bereits als Kind, dass viel Obst und Gemüse gesund sind und wir diese vor allem während der jährlichen Grippewelle mit gutem Gewissen zu uns nehmen sollten!

Auch die Forschung zeigt, dass unser Körper besser in der Lage ist, Krankheiten abzuwehren, wenn wir einen guten Antioxidantienstatus haben. So ergab z.B. eine im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichte Studie, dass der Verzehr einer vollwertigen veganen Ernährung – wer hätte es gedacht – deutlich mehr Antioxidantien lieferte als eine typische tierprodukt-lastige Ernährung.

Da ich kein großer Freund von Zufall bin, und dafür plädiere das eigene Leben in die eigene Hand zu nehmen, glaube ich ganz fest daran, dass die Veränderung meines Lebens-und Ernährungsstils einen großen Beitrag zu meiner fantastischen Gesundheit beigetragen haben. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass sich daran in Zukunft auch nichts ändern wird! 🙂


2. Bessere Haut, Haare und Nägel

Seit einigen Monaten haben sich auch meine Haut, Haare und Nägel deutlich verbessert. War ich zuvor auf feuchtigkeits-spendende Kosmetikprodukte angewiesen, so verwende ich heute lediglich ein paar Tropfen Jojoba-Öl für meine Haut und sowie mein absoluten Lieblings-Shampoo 1-2 mal die Woche.

Allgemein neigen Veganer dazu, mehr Obst und Gemüse zu essen als ihre fleischessenden Gegenstücke – was eine gute Nachricht für unsere Haut ist! Pflanzliche Diäten sind in der Regel cholesterinarm (nur tierische Produkte enthalten übrigens Cholesterin!) und vermeiden darüber hinaus auch die porenverstopfenden gesättigten Fette in tierischen Produkten. Im Gegenteil dazu sind Obst und Gemüse reich an essentiellen Vitaminen und Antioxidantien, welche die Bausteine für eine strahlende Haut und gesunde Haare sowie Nägel sind. Außerdem sorgen die Ballaststoffe aus pflanzlichen Erzeugnissen und Vollkornprodukten für einen gesunden Teint, indem sie Giftstoffe ausspülen.

 

Welche Mineralstoffe sind besonders wichtig?

Darüber hinaus sind die Vitamine C und E, die sehr häufig in vollwertigen, pflanzlichen Mahlzeiten enthalten sind, starke Antioxidantien, die hautschädigende freie Radikale neutralisieren, Falten und Braunflecken bekämpfen und ein insgesamt jugendliches Aussehen fördern. Nüsse und Samen sind Hauptquellen für Vitamin E. So ist z.B. ein Löffel Erdnussbutter zum Frühstück eine einfache Möglichkeit, einen gleich doppelten Nährwert aus Vitamin E und Protein aufzunehmen. Und wenn du nach einer süßeren Möglichkeit suchst, wichtige Antioxidantien zu genießen
– so wie ich sehr häufig – , dann solltest du auf keinen Fall auf eine Handvoll Beeren verzichten.

Laut einem kürzlich erschienenen Artikel in der Zeitschrift Health bekämpft das in Bohnen enthaltene Zink Talgdrüsen und verringert Entzündungen, indem es Rötungen und Pickel verhindert. Vegane Proteinquellen (wie Bohnen, Nüsse und Tofu) sollten daher auf dem täglichen Speiseplan stehen und Milchprodukte gemieden werden, da diese oft ein ausschlaggebender Faktor für Akne sind. Gesunde, ungesättigte Fette (definitiv nicht die gesättigte Art von Fleisch) in Avocados und Olivenöl liefern darüber hinaus wertvolle Fettsäuren, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen und die Zellmembranen stark und geschmeidig machen.

Seitdem ich mich vegan ernähre, sind nicht nur mein Hautbild reiner, sondern meine Haare und Nägel auch kräftiger geworden!


3. Besserer Körpergeruch

Nila, du riechst so gut! Was benutzt du bloß für einen Duft?” Diese Frage wird mir kurioser Weise immer häufiger gestellt, obwohl ich an “meinem Duft” nichts verändert habe, sonder weiterhin bewusst auf sämtliche künstliche Parfums verzichte.

Tatsächlich kannst du so viel Parfüm aufsprühen, wie du willst – am Ende wirst du immer noch deinen eigenen persönlichen Duft haben. Vielleicht ist dir auch schon einmal aufgefallen, dass deine Haut anders riecht als die deines Gegenübers, der sich zuvor mit dem gleichen Duft eingesprüht hat? Veganer zu sein hat auch hier einen Vorteil. In einer Studie, die in der Zeitschrift Evolution & Human Behavior veröffentlicht wurde, fanden Forscher dass die Menschen, die höhere Mengen an Früchten und Gemüse aßen – da sind Veganer zumeist die absoluten Champions -, einen viel angenehmeren Schweiß- und Hautgeruch als diejenigen hatten, die es nicht taten. (Das heißt allerdings nicht, dass du beim Lesen dieses Absatzes dein Deo aus dem Fenster schmeißen solltest – an das Wohl deiner Mitmenschen sei gedacht!)

Seitdem ich mich vegan ernähre habe ich auf jeden Fall nur positives Feedback bekommen! 🙂


4. Verbesserte Verdauung

Seitdem ich mich überwiegend von vollwertigen, unverarbeiteten pflanzlichen Lebensmitteln ernähre, ist meine Verdauung so gut wie nie zuvor. Früher hatte ich häufig Probleme und konnte tagelang nicht zur Toilette gehen (eine genauere Ausführung erspare ich dir an dieser Stelle). Ursachen waren unter Anderem auch Stress und mangelnde Bewegung. Heute sieht das hingegen ganz anders aus. Es kann zwar etwas dauern, bis sich die Verdauung an den großen Ballaststoffgehalt anpasst, aber das geht nach einiger Zeit auch vorbei. Selbst Blähbauch und Krämpfe gehören bei mir der Vergangenheit an.

Glaube mir, wenn der Bauch, und somit der Magen und der Darm gesund sind, wirst auch du dich sowohl geistig als auch körperlich besser fühlen. In deinem Körper arbeiten Millionen kleinster Bakterien rund um die Uhr auf Hochtouren um dafür zu Sorgen, dass deine Verdauung dein ganzes Immunsystem bis hin zu deiner Stimmung einwandfrei funktionieren. Daher wird der Darm, als zentrale Funkstelle, auch häufig als “zweites Gehirn” bezeichnet.

Laut einem Überblick von verschiedenen Studien, die in der Zeitschrift Nutrients 2014 veröffentlicht wurde, sind die Darmprofile von Veganern im Vergleich zu fleischlastigen und sogar vegetarischen Diäten mit weniger krankheitserregenden Organismen und mehr schützenden Bakterienarten besiedelt. Besonders das menschliche Mikrobiom und dessen Gesundheit wird aktuell viel erforscht. Ich bleibe also gespannt, was sich in den kommenden Jahren noch interessantes zeigen wird.


5. Verbessertes Sehvermögen

Wusstest du, dass deine Augen der einzige Teil des Gehirns sind, der an der Außenseite deines Körpers sichtbar ist? Wenn man jedoch darüber nachdenkt, ist es nachvollziehbar, dass Nährstoffe, die für das Gehirn und das Nervensystem essentiell sind, auch für die Augen wichtig sind. Es sollte für euch an dieser Stelle keine Überraschung mehr sein, dass viele dieser Nährstoffe in besonders hohen Mengen in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Besonders reich an ß-Carotin (dem Vorläufer des Vitamin A) sind z.B. Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis und andere orange farbige Gemüse- und Fruchtsorten. Genau wie es nie zu früh ist, sich um die Leistungsfähigkeit seines Gehirn zu kümmern, so kann man dank einer ausgewogenen pflanzlichen Ernährung auch seinen Augen frühzeitig etwas Gutes tun.

Seitdem ich ganz bewusst mehr Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, dunkles Blattgemüse, sowie täglich orange Gemüse- und Obst(säfte) in meine Ernährung integriert habe, ist etwas fast unmögliches passiert. Ich kann selbst noch nicht so recht glauben, dass sich meine Augen von einer Kurzsichtigkeit von -3,75 auf -3,00 verbessert haben! Doch der Sehtest hat das tatsächlich bestätigt!

Ob dies tatsächlich an meiner Ernährungsumstellung liegt, weiß ich nicht, doch egal durch welche Wundermittel sich meine Augen verbessert haben, meine pflanzliche Kost hat mit Sicherheit ihren Beitrag dazu geleistet!


6. Verbesserter Schlaf

Eine der unterschätzten Wirkungen der pflanzlichen Ernährung ist ihr Effekt auf unsere Schlafqualität. Schlafen wir nicht (gut) genug, nutzt auch die beste Ernährung nicht viel: Wir fühlen uns schlapp und ausgelaugt. Oft denken wir uns aber nichts dabei und stellen keine Verbindung zwischen unserer Nahrung und unseren nächtlichen Aktivitäten her. Nachts, während unser Bewusstsein schlummert, finden in unserem Körper wichtige Entgiftungs- und Regenerierungsprozesse statt. Dabei gilt: Je mehr und je härter unsere Organe, unser Stoffwechsel und unser Magen arbeiten müssen, desto unruhiger und leichter ist unser Schlaf. Nicht umsonst berichten viele (Neu-) Veganer von einer signifikanten Verbesserung ihres Schlafes, die natürlich zu einem wesentlich wacheren und fitten Tag führt.

Die Quintessenz zu einem guten Schlaf liegt wahrscheinlich nicht darin, Schafe zu zählen – sie liegt darin, uns zu helfen während des Tages voller Energie zu sein. Obwohl ich generell kein Langschläfer bin, benötige ich seit meiner Ernährungsumstellung viel weniger Schlaf. Anstatt 8 bis 10 Stunden, reichen heute bereits 6 Stunden, um meinen Körper vollständig zu regenerieren und mit Energie aufzuladen. So komme ich jeden morgen schon um 6 Uhr aus den Federn, was noch vor einigen Jahren unvorstellbar war. Auch fühle ich mich an jedem Morgen ausgeschlafen und gut erholt – motiviert auf einen neuen Tag. Voller Tatendrang und Neugier kann ich so in den Morgen starten.

Sollte ich doch einmal schlaflos im Bett liegen, so mache ich mir gerne mein heißgeliebtes Porridge mit Banane. Sowohl Hafer als auch Banane liefern dem Organismus, neben anderen gesunden Nährstoffen, wertvolle Kohlenhydrate, die den Tryptophanspiegel im Blut erhöhen und dann den Schlaf einleiten können. Außerdem liefern Bananen Kalium und Magnesium, welches unverzichtbare Mineralstoffe zur Entspannung von Muskulatur und Geist sind.


7. Happy taste buds – “Glückliche” Geschmacksnerven

Ich kann dir an dieser Stelle ganz ehrlich sagen, dass ich zu Beginn meiner kulinarischen, pflanzlichen Reise nicht sonderlich begeistert war, als ich eine randgefüllte “Buddha-Bowl” mit Reis, Süßkartoffel, Sprossen und Spinat und Tempeh sah. Doch heute, wenn ich nur an das Bild davon denke, bekomme ich einen sofortigen Heißhunger- und Endorphinschub.

Ich kann dir versichern, dass sich auch deine Geschmacksnerven verändern werden, sobald du deine Ernährung umstellst. Das ganze wird nicht über Nacht geschehen. Normalerweise spürt man die ersten Veränderungen  ein oder zwei Monate nach dem Wechsel und weitere Veränderungen, je länger du daran festhältst. Heute schaue ich zurück auf meinen einstigen Konsum von Eiern, Fleisch und Fisch und kann mir unter keinen Umständen mehr vorstellen sie auf meinen Teller zu legen. Auch mein Geruchssinn ist um einiges sensibler geworden. So nehme ich kleinste Unreinheiten in der Luft bereits aus der Ferne war, kann ein starkes Parfum eines Passanten nicht mehr riechen und plötzlich riecht jede Blume so wundervoll wie nie zu vor. Ich hätte nie im Leben gedacht, wie befriedigend es sich anfühlen kann, von gesunden, naturbelassenen Lebensmitteln angezogen zu werden. Der bloße Gedanke an eine rand gefüllte Buddha-Bowl lässt mir beim Schreiben schon das Wasser im Mund laufen!


8. Mehr Energie

Wenn du tagsüber unter geringer Energie oder Energieschwankungen leidest, kann eine pflanzliche Ernährung dieses Problem wahrscheinlich auch verbessern. Fleisch, Milchprodukte und Eier benötigen in der Regel mehr Energie zur Verdauung als pflanzliche Produkte, was bedeutet, dass du weniger Energie hast, um Muskeln, Gehirn und alle lebensnotwendigen Körperfunktionen über den Tag zu versorgen.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich nach einer Mahlzeit – auch wenn es sich dabei um eine riesige Portion von Reis, Quinnoa, Kartoffeln und Gemüse handelt –  nicht mehr so müde bin. Während ich früher häufig vom täglichen “Nachmittagstief” geplagt war, so kommen mir heute erst die besten Ideen, wenn mein Bauch gefüllt ist. Das liegt unter anderem daran, dass ich keine “leeren” Kalorien mehr zu mir nehme, sonder meine Glucosespeicher mit wertvollen, vollwertigen Kohlenhydrate fülle. Der Blutzuckerspiegel bleibt also über den Tag konstant und erspart mir so das berühmte “Nachmittagstief”. Wer mir nicht glaubt dem sein eine kleine Recherche nach veganen Profi-Sportlern an dieser Stelle ans Herz zu legen. Spätestens dann sollte ich euch mit diesem Argument auch überzeugt haben.


9. Mehr Produktivität

Neben allgemein mehr Energie im Alltag, habe ich seit meiner Umstellung das Gefühl, dass ich auch wesentlich produktiver geworden bin. So schaffe ich nicht nur während meiner Arbeit, sondern auch nach Feierabend viel mehr und bin sogar motivierter denn je das eine oder andere Chaos in meiner Wohnung zu beheben. Ob das – wie so vieles – an meiner Ernährung liegt, weiß ich zwar nicht. Ich bin jedenfalls sehr froh über diese positive Veränderung!

Wenn du also das Gefühl hast, dass deine Gesamtproduktivität – ob im Büro oder im Leben allgemein – einen Schub gebrauchen könnte, so könnte es eine Überlegung wert sein auf eine vegane Ernährung umzustellen. Übrigens wurde in einer viermonatigen Studie des American Journal of Health Promotion herausgefunden, dass der Verzehr einer veganen Ernährung nicht nur geholfen hat, ein paar Pfund zu verlieren, sondern auch die Produktivität der Arbeitnehmer zu erhöhen. ich sage nur: Nichts wie ran an den..Grünkohl. 🙂


10. Rundum glücklicher

Sobald ich anfing mich vegan zu ernähren, habe ich mich nicht nur besser gefühlt, weil ich wusste, dass ich keine Lebewesen mehr für mein Überleben quäle und töte. Ich habe auch einen unfassbar positiven Stimmungsschub gewinnen können. So fanden die Forscher der Studie des American Journal of Health Promotion auch heraus, dass diejenigen, die auf eine pflanzliche Ernährung umgestiegen sind, ihre Symptome von Depressionen und Angstzuständen deutlich verbessern konnten und sich rundum glücklicher und wohler fühlten.

Heutzutage klingen Begriffe wie Tofu, Tempeh und Seitan für mich nicht mehr wie Fremdworte. Pastinaken, Topinambur, Rote Beete, Grünkohl und andere vergessene Gemüsesorten finden plötzlich ihren Weg in meinen Kochtopf. Dies ist nicht nur ein wahres Feuerwerk für meine Geschmacksknospen, sondern hat auch – wie ihr nun gesehen habt – handfeste gesundheitliche Vorteile. Ich habe das Gefühl im wahrsten Sinne des Wortes von Innen heraus zu strahlen; mit viel Energie und neugeschöpfter Lebenskraft!


 

Mein Fazit

 

Was und wie wir essen, was wir als selbstverständlich und was als fremdartig empfinden, was uns schmeckt und was uns abstößt – das sind hauptsächlich erlernte Prozesse und Gewohnheiten. Wir haben sie uns im Laufe unseres Sozialisationsprozesses angeeignet, sie sind ein integraler Bestandteil unserer Erziehung gewesen – und damit ein selten hinterfragtes Erbe. Dennoch ist es ein Erbe, welches aus der manchmal wohltuenden Entfernung betrachtet, keinesfalls selbstverständlich oder in Stein gemeißelt ist.

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die wir mindestens 3 mal am Tag treffen, ist die Wahl der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen.  Dabei steht es uns zu jeder Mahlzeit frei zu entscheiden, was wir auf Messer und Gabel spießen. Wie ich schon mehrfach betonte sind vollwertige, nährstoffreiche Lebensmittel ein notwendiger Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Allerdings hat auch die Art und Weise, wie wir essen, einen Einfluss auf unser allgemeines Wohlbefinden. Eilst du durch die Mahlzeiten und isst unterwegs? Oder setzt du dich mit deinen Lieben hin und genießt die gemeinsame Zeit?

Ich hoffe ich konnte euch die vegane Ernährung durch meinen Beitrag ebenfalls etwas “schmackhaft” machen. Wer weiß, eventuell konnte ich dem einen oder anderen durch die vielen positiven Vorteile dazu ermutigen seine eigene Ernährung einmal etwas näher unter die Lupe zu nehmen. 🙂

Gibt es jemanden unter euch, der ähnliche Veränderungen wie ich erlebt hat? Ich bleibe zumindest gespannt, was sich in den kommenden Jahren noch so zeigen wird!

 

Alles Liebe.

Deine Nila



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